Monat: Mai 2015

Down-Syndrom verleiht Flügel

Diese schöne und wahre Geschichte beginnt im Oktober 2013. Sie spielt in Utah (USA) und handelt von einem kleinen Jungen namens Wil, der zusammen mit seiner Familie die Welt mit einer einfachen, aussagekräftigen und wichtigen Botschaft bereichert: man kann ein sehr glückliches Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom führen! Wil und seine Familie präsentieren eine neue und moderne Perspektive auf das Leben mit dem Down-Syndrom.

Wie alles begann

Ein kleiner Mensch erblickt das Licht der Welt und nur kurze Zeit später teilen die Ärzte den Eltern mit, dass er das Down-Syndrom hat. Die Eltern sind anfangs erschrocken, sie wissen wenig über das Down-Syndrom und fürchten das Ungewisse. Das Gefühl der Ohnmacht und Sorge weicht immer mehr dem Gefühl der Freude über das Leben mit Wil.

„Wil veränderte unser Leben in einer Weise, wie wir es uns nie zuvor hätten vorstellen können“ Quelle: https://www.kickstarter.com/projects/1069629027/bringing-light-a-down-syndrome-awareness-project

Kickstarterprojekt: Bringing Light

Um diese Freude mit der Welt zu teilen hat der Vater, Alan Lawrence, die Kickstarter Kampagne Bringing Light ins Leben gerufen und jetzt das Finazierungsziel von 12.500 Dollar übertroffen. Es sind insgesamt 15.892 Dollar zusammen gekommen, wovon die „Wil can fly“ Kalender erstellt werden soll. Durch die Einnahmen werden die Druckkosten finanziert, die Hälfte geht an die Organisationen reecesrainbow und rubysrainbow. Beide setzen sich in den USA für bessere Lebensbedingungen für Menschen mit dem Down-Syndrom ein.

Wil can fly

Als Wil begann sich zu drehen, sah es aus, als wolle er fliegen. Sein Vater machte ein Foto, bearbeitete es und teilte es auf Instagram. Viele Menschen mochten das Bild so sehr, dass immer mehr Wil can fly Bilder entstanden sind. Für den Kalender hat Wil´s Familie übrigens ein kleines Abenteuer geplant. Mit einem Wohnmobil werden sie in drei Wochen durch fünf Bundesstaaten reisen um Fotos an spektakuären Kulissen wie dem Grand Canyon zu machen. Als Vorgeschmack auf den Kalender habe ich hier meine fünf Lieblingsbilder für Euch zusammengetragen.

Quelle: thatdadblog.com

 

Quelle: thatdadblog.com

 

Quelle: thatdadblog.com

 

Quelle: thatdadblog.com

 

Quelle: thatdadblog.com

Danke, liebe Familie Lawrence! Wir freuen uns schon sehr auf den Kalender :-)

 

Hier geht´s zum Blog Thatdadblog

Hier geht`s zum YouTube channel von Bringing Light

That Dad Blog auf facebook

Kickstarter Kampagne (beendet)

Thatdadblog auf instagram

 

follow allesanderealsdown on twitter

 

Aktionstag 5. Mai: Ein bisschen Inklusion gibt es nicht

Gedenktage gibt es für alles und jeden. Am vergangenen Wochenende etwa war der Weltfischbrötchentag, der allerdings nicht so richtig offiziell ist. Aber bestimmt lustig. Bei anderen Gedenktagen geht es um mehr. Um Rechte, um Menschenwürde, um Gleichbehandlung, um Teilhabe. So etwa am 5. Mai, dem Europäischen Aktions- und Protesttag der Menschen mit Behinderung.

An diesem Tag gehen deutschlandweit viele Menschen auf die Straßen und machen auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam. Sie setzen sich für ein selbstbestimmtes Leben Behinderter und deren gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ein. In diesem Jahr findet der Protesttag zum 23. Mal statt: mit deutschlandweit mehr als 670 Aktionen.

Kritik an der Umsetzung der UN Konvention „Wille zur Veränderung“
Anlässlich des europaweiten Aktionstages betont der Vorsitzende des Allgemeinen Behindertenverbands in Deutschland, Ilja Seifert, in einer Presseerklärung, dass die nach wie vor ausgeprägt medizinische Sicht auf Behinderung kritisiert wird. Ebenso das erhöhte Armutsrisko für Menschen mit einer Behinderung sowie von deren Angehörigen. Weitere Kritikpunkte sind das immer noch separierende deutsche Schulsystem und ein ausgrenzender Arbeitsmarkt. Zudem kommt es immer noch vor, dass Menschen gegen ihren Willen in Heimen leben müssen. Ferner, dass es zu wenige barrierfreie Wohnungen gibt. Ein weiterer Aspekt betrifft die Wahlen; so dürfen in Deutschland längst nicht alle Menschen mit einer Behinderung wählen gehen. Man könnte meinen, es wäre jahrelang nichts passiert.

Großes Thema dieses Jahr: Bundesteilhabegesetz
Wenn ein Mensch mit einer Behinderung aufSozialhilfeleistungen angewiesen ist, darf sein Vermögen nicht mehr als 2600 Euro betragen. Im Zuge der Reform der Eingliederungshilfe hin zum Bundesteilhabegesetz soll diese Regelung geändert werden. Die gesetzlichen Regelungen sollen der UN-Konvention angepasst werden, dies ist im Koalitionsvertrag der CDU, SPD, CSU festgehalten. Fragt sich nur: wann??

„Menschen mit Behinderung sind keine Bittsteller“
Verena Bentele (Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen) erklärt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf allen Ebenen zum obersten Ziel der Sozialpolitik. Sie spricht dabei insbesondere die anstehende Reform der Eingliederungshilfe und die Einführung des Bundesteilhabegesetzes an. „Um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung maßgeblich zu verbessern, bedarf es umfassender und echter Reformen auf Bundesebene sowie solide Finanzierungen. Alles andere wäre Sozialkosmetik.“ Weiter mahnt Bentele: „Eine Sparversion der Reform ist auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft mit Sicherheit das falsche Signal. Menschen mit Behinderung sind keine Bittsteller, sie haben ein Recht auf echte Teilhabe.“

Demo am 5. Mai in Berlin
Beginn um 11:00 Uhr am Bundeskanzleramt unter anderem mit Verena Bentele. Um 12.30 Uhr findet eine Kundgebung am Brandenburger Tor statt. Ich hoffe, ich sehe Sie, ich werde dort sein!